Frühe Berührung mit Film, Musik und dem Schreiben

Meine innige Liebe zur Filmkunst als Betrachterin ist wohl auf meine erste praktische Filmerfahrung in Kindestagen zurückzuführen.

Mit Klavierstunden bin ich groß geworden.

Fürs Grundstudium hatte ich das Bedürfnis, in meine „Heimat“ zu gehen und habe mich für die Literatur und die Geisteswissenschaften entschieden.

Die Bilder stammen von der Generalprobe in der Berliner Philharmonie für den Internationalen Steinway-Wettbewerb 2006, wo mir nach einer Qualifikationsrunde der 3. Preis in meiner Altersgruppe verliehen wurde (der 1. und 2. Preis gingen an eine Japanerin und eine Koeranerin). Es folgten weitere Preise bei Jugend Musiziert. In USA habe ich dann das Klavierspielen bei einer ukrainischen Klavierlehrerin fortgesetzt und an weiteren Auftritten und Wettbewerben teilgenommen. In der High School sang ich im Treble und A-Cappella Choir und während der Pandemie probierte ich mich an Gitarren-Tutorials, was mir viel Freude bereitet hat, denn dadurch konnte ich auch zu Popmusik singen :).

Der Kinderspielfilm, bei dem ich Teil sein durfte, brachten mich zu Premieren in Salzburg, Wien und Berlin (Kino Babylon), zu Tonaufnahmen in Prag und zu einem Kinderfilmfestival in Madrid. Der Erfolg des Filmes auf Kinderfilmfestivals auf der ganzen Welt spricht für die ereignisreiche und für mich im Nachblick märchenhafte Zeit mit dem Drehteam im März und April 2007 und ist zurückzuführen auf die liebevolle Arbeit des Regisseurs Bernd Neuburger, wohnend in Wien, und von der Produktionsfirma kick! mit Sitz in München. Bernds Frau und Drehbuchautorin des Films Nadja Seelich (ursprünglich aus Prag) war es letztendlich zu verdanken, dass die Rolle nach langer Suche in mehreren Städten auf mich fiel.

Meine Mutter hatte vom Casting im weiten Berlin Prenzlauer Berg von einer Familienfreundin erfahren, die davon von Werbung an der chinesischen Samstagsschule mitbekommen hatte. Meine Mutter sagt, mein Vater wollte mich erst nicht hingehen lassen. Zum Glück hatte der mütterliche Instinkt gesiegt. Sie hat mit mir den Dialog geübt und mich in ein teures dunkelblaues Samtkleid vom KaDeWe gekleidet (das gleiche wie von meinem Klavierauftritt Monate zuvor). Vor der letzten der ungefähr vier Runden, wo wir mitunter uns vor der Kamera vorstellen und auch mal ein beliebiges Lied vortragen sollten, wurden nur noch der Name von mir und sogar von einer altbekannten Freundin vom Chinesischunterricht gerufen. Wenige Tage später bekamen wir dann den Anruf.

https://www.filmfest-muenchen.de/en/program/archive/film-archive/film/?id=3294&f=15

https://www.austrianfilms.com/film/mozart_in_china

https://acflondon.org/events/cinekids-mozart-china

Ich kann mich noch an die Geburtstagsfeier von mir und meinen zwei Schauspielkollegen Marco Yuan und Kaspar Simonischek (Sohn des verstorbenen Schauspielers Peter Simonischek) erinnern. Wir haben zusammen am örtlichen KFC (der Beijing Duck Wrap und Mexican Wrap waren köstlich, yum) in Dong Fang auf der tropischen chinesischen Insel Hainan gefeiert, da wir alle drei im April (so wie auch der Kameramann Thomas Jauch) Geburtstag hatten. Ich war ein besonders sensibles Kind und bin im Van auf dem Weg dahin in Tränen ausgebrochen, weil ich das einzige Mädchen war (wir hatten noch drei chinesische Jungs in unserem Alter, die mit uns geschauspielert hatten). Zum Glück durfte ich dem Ungleichgewicht der Geschlechter entgegenwirken und dann Zeit mit Sophie Lu, der Tochter der Dolmetscherin Lu Yan Zeit verbringen. Ihr Vater kam aus Deutschland und sie ist trilingual in Shanghai aufgewachsen, was viel Bewunderung in mir hervorrief.

Erst nach diesem Erlebnis bin ich zur Freizeitgestaltung in einen Schauspielkurs in der Akazienstraße in Schöneberg gegangen und war bei der Schauspielagentur aufgenommen worden.

Szenen aus dem Film:

Ich durfte Teil einer Abschlusslesung einer Schreibwerkstatt sein, geführt von International Booker Prize Shortlist Finalistin Marion Poschmann. Ihr Roman Die Kieferninseln hatte einen ostasiatischen Bezug (Japan) und mich auch nochmal besonders angesprochen, was ich ihr in meiner Bewerbung auch geschildert habe.

Meine Hingabe fürs Schreiben habe ich auch nach einem Jahr Einleben in den USA für mich ebenso in der englischen Sprache entdeckt. Wir waren alle dazu aufgerufen, in der 8. Klasse an einem Schreibwettbewerb vom Library of Congress teilzunehmen. Ich gehörte zu den 1% in Massachusetts und zwei meiner Schule, die für ihr eingereichtes Essay ins Massachusetts State House eingeladen wurden. Ich verfasste meinen Essay als Leserbrief an den Pianisten Lang Lang, dessen Autobiografie ich gelesen hatte.

Ab der 9. Klasse wurde ich maßgeblich von meinem Englischlehrer beeinflusst. Mr. Dillon hatte, wie ich Jahre nach dem Abschluss recherchiert habe, eine abenteuerliche Biografie, die ihn vom Geburtsort Taiwan in einer Diplomatenfamilie über andere Länder bis nach New York führte, wo er sich als Schauspieler versuchte. https://marbleheadbeacon.com/robert-dillon-born-teach

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